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CMAS Karte Grundtauchschein CMAS Grundtauchschein

Allgemeines

Oft wird der Grundtauchschein als "Kachelschein" belächelt. Eigentlich zu Unrecht. Denn schließlich wird in diesem Grundtauchschein das gesamte theoretische Wissen vermittelt, das auch für die Brevetstufe Bronze * benötigt wird. Tatsächlich findet der Praxis-Unterricht zumeist im Schwimmbad statt. Daher auch der Begriff "Kachelschein". Alle Übungen bilden die Grundlage um künftig in die Taucherwelt einzusteigen. Meist gehen die anfänglich als schwierig bezeichneten Übungen innerhalb kurzer Zeit in Routine über.

Anforderungen

Jeder Taucher, wie auch der Tauchanfänger muss im Besitz eines gültigen tauchsportärztlichen Untersuchungszeugnis sein. Die meisten Sportärzte stellen dieses Zeugnis nach einer für den Tauchsport spezifischen Untersuchung aus. Keine Angst. Man muss kein Athlet sein, um Tauchen zu dürfen. Aber mit dem zweiten Bypass und der 3. Metallplatte als Schädelknochen wird Tauchen zum Risiko. Das gilt auch für Menschen, denen es schon im Bierzelt zu eng wird, und die spätestens im Aufzug einen Platzangst-Schreikampf bekommen. Ein klein wenig Kondition und etwas Fitness, ausser Bierflaschen stemmen, sind von Vorteil. Auch sollte der Tauchinteressent grundsätzlich Freude am Wasser und z.B. am Schnorcheln haben.

Ausbildung

Theorie

Teil 1 Lehrt die Handhabung und Funktionsweise der Tauchausrüstung. Beginnend bei der ABC Ausrüstung, die lediglich Schnorchel, Maske und Flossen beschreibt, über Jacket, Atemregler, Tauchcomputer, bis hin zum Bleigurt.
Teil 2 Tauchphysik ist das große Schlagwort. Hier geht es richtig zur Sache. Das Berechnen von Tauchg ängen und Dekostufen sind nur ein Bestandteil von vielen physikalischen Eigenschaften, die uns unter Wasser begegnen. Aber keine Angst: Ein Physikstudium ist nicht Vorraussetzung.
Teil 3 Das wohl interessanteste Thema: Medizin. Für die meisten der erste Kontakt mit dem eigenen Körper. Was geht in ihm vor. Und jetzt wirkt auch noch die Kraft des Wassers auf ihn ein. Was passiert in 40 Metern Tiefe ... und vor allem, was passiert wenn man wieder auftaucht. Kein anderes Thema eröffnet so viele bekannte Geschichten, die man jetzt erst so richtig versteht.
Teil 4 Allgemeines um den Tauchsport. Gefahren unter und über Wasser. Wo ist man besser aufgehoben, wenn man von unten von einem 6 Meter Tigerhai angelacht wird, und von oben das Drohnen der Schiffsschrauben der Queen Mary hört. Haben Taucherbojen noch einen anderen Zweck als Wasserskifahrern eine willkommene Wendeboje zu bieten?
Teil 5 Erste Hilfe. Rettungskette. Schlagworte, die nicht nur der Autofahrer beherrschen sollte. Gerade beim Tauchen ist man oftmals nur zu zweit oder in einer kleinen Gruppe unterwegs. Glück hat der, der einen Tauchpartner hat, der im Falle eine Falles wirklich helfen kann.

Ausbildung

Praxis

Jetzt wird nicht mehr gepaddelt. Der Umgang mit Flossen will gelernt sein. Auch das man unter Wasser atmen kann, verstehen viele erst nach dem Kurs. Was ist eigentlich Tarieren. Im Wasser schweben wie ein Fisch. Das Vertrauen zu einem anderen Element. Zu einer fremden Technik (Tauchgerät). Vertrauen auch in sich und den Tauchpartner. Für die meisten gehen die Stunden der Praxisausbildung viel zu schnell zu Ende. Vielleicht lag es auch an der Atmung. Denn auch die Pressluft in den Flaschen ist nicht unerschöpflich.

Prüfungen

Praxis

ABC
  • 30 Sekunden Zeittauchen unter stetiger Ortsveränderung (ca. 10 Meter)
  • 25 Meter Streckentauchen ohne oder 20 Meter Streckentauchen mit Neopren- Anzug
  • 3 mal 2 bis 5 Meter Tieftauchen innerhalb einer Minute
  • 20 Minuten Schnorcheln, je 5 Min. in Brust-, Seiten- und Rückenlage, sowie mit einer Flosse, unter Zurücklegung einer Strecke von mindestens 500 Meter
  • Als Schnorcheltaucher 50 m weit zu einem Gerätetaucher schwimmen, der in ca. 2 bis 5 m Wassertiefe liegt. Diesen retten und 50 m an der Oberfläche transportieren. Transportgriff beliebig, nach Anweisung des Ausbilders.
  • 2 vorschriftsmäßige unterschiedliche Sprünge, mit kompletter Tauchausrüstung, aus ca. 0,5 – 1,0 m Höhe in das Wasser absolvieren.
DTG
  • In 2 bis 5 Meter Tiefe Ablegen des DTG, 10 Meter Wegtauchen und aus dieser Entfernung Antauchen und Anlegen des DTG.
  • In 2 bis 5 Meter Tiefe 50 Meter Streckentauchen, die erste Hälfte unter Atmung aus dem Zweitautomaten des Tauchpartners, die zweite Hälfte unter angedeuteter Wechselatmung aus dem Lungenautomaten des Bewerbers. (Auf ausdrücklichen Wunsch kann die Wechselatmung auch durchgeführt werden).
  • In 2 bis 5 Meter Tiefe Absetzen der Tauchermaske, 1 Minute Tauchen ohne Tauchermaske, Wiederaufsetzen und Ausblasen der Tauchermaske in dieser Tiefe und anschließend bei herausgenommenem Lungenautomaten langsames Aufsteigen bis zur Wasseroberfläche unter stetigem Ablassen von Atemluft.
  • In 2 bis 5 Meter Tiefe Austarieren durch Einblasen von Atemluft in das Taucherjacket und 3 Minuten Verweilen im Schwebezustand unter Atmung aus dem DTG.
  • 10 Minuten Zeitschnorcheln in Brustlage mit DTG

Die Freiwassertauchgänge finden Samstags oder Sonntags statt (überwiegend in Hemmoor). Wir treffen uns am Tauchgewässer. Hier wird das Equipment empfangen und geprüft und wir richten uns dort "häuslich" ein. Nach dem ersten Tauchgang genießen wir eine großzügige Pause von 1 bis 2 Stunden je nach Klönbedarf. Dann folgt der zweite Tauchgang. Nach jedem Tauchgang gibt es natürlich ein Debriefing, um auch nach jeder Taucherfahrung am eigen Stil noch feilen zu können. Nach dem Ausrüstungcheck endet - wenn das Wetter mitgespielt hat - ein wunderschöner spannender und entspannender Tag.